| Formen der Kontrolle in Hannover

Thomas und Micha, Hadaka-jime | Foto: Dieter Riep

Michael Lenz und Thomas Wendt vom SV Motor Babelsberg besuchten am ersten Februarsonntag die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover, um an einem Kata-Lehrgang des Niedersächsischen Judoverbandes teilzunehmen. Auf dem Programm stand die Katame-no-kata nach der Kodokan-Version und die entsprechende Schulung der Rollen von Uke und Tori.

Als bisher einzige Teilnehmer unseres Vereins in dieser Disziplin an Deutschen Kata-Meisterschaften ist diese Fortbildungsmaßnahme quasi beinahe schon verpflichtend für unsere beiden lizenzierten Trainer und Wettkämpfer. Die durch das Studium von Judo-Kata erworbenen technischen Fähigkeiten von Micha und Thomas können auch im Randori beziehungsweise Wettkampf hilfreich sein. Dies beweisen beide durch entsprechende Teilnahmen an Judo-Wettkämpfen. Gerade bei der Katame-no-kata liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel der Aktionen und Reaktionen von Tori und Uke.

Auch die Bewertungskriterien für Dan-Prüfungen mit Hinweisen auf häufige Fehler waren Bestandteil des Lehrgangs, bei dem Sebastian Frey als Referent fungierte. Er ist Vizeweltmeister, Europameister und mehrfache deutsche Meister in dieser Judo-kata. Er hat die Inhalte auf eine sehr kurzweilige Weise vermittelt und die Teilnehmer mit vielen Hintergrundinformationen versorgt.

In der Katame-no-kata werden insbesondere die Art und Weise des Eingehens in die Festhalte-, Würge- und Hebeltechniken trainiert. Auch die Art der Befreiung, speziell bei den Festhaltegriffen, ist eines der wesentlichen Inhalte dieser Formen der Kontrolle. Dabei verteidigt sich Uke durch kräftige, wenig zurückhaltende Angriffe gegen die Schwachpunkte von Toris jeweiliger Technik, die ihn unbeweglich machen soll.

Text: Manuel Gluske, Foto: Dieter Riep

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