| Formen des Nachgebens – Kata-Geiko in Oldenburg

Katja und Manuel, Foto: Matthias Störzner

Von den Besten lernen hieß es auch in diesem Jahr wieder beim 13. bundesoffenen Oldenburger Kata-Seminar. Katja und Manuel ließen sich von Thomas Hofmann (5. Dan) in die Geheimnisse der Formen des Nachgebens (Ju-no-kata) einführen. Thomas Hofmann ist Kata-Referent im Judo-Verband Pfalz und in dieser Funktion für die Ausbildung auf Verbandsebene verantwortlich.

Die beiden Judoka vom SV Motor Babelsberg nutzten das Kata-Geiko auch, um sich auf die am 10. Mai 2015 in Babelsberg stattfindende Landes-Kata-Meisterschaft vorzubereiten. 

Kata-Geiko

Vier verschiedene Kata wurden in der Kodokan-Version unterrichtet. Die Schulung der Rolle von Tori und Uke war ebenso Thema, wie Hinweise zu Bewertungskriterien für Dan-Prüfungen und Fehlerkorrekturen. Besonders interessant waren Erläuterungen zur Entstehung und Entwicklung der Kata. Als Lehrkräfte des Kata-Geiko fungierten Klaus Hanelt, 8. Dan (ehemaliger Bundes-Kata-Referent des DJB), Kurt Teller, 6. Dan (NJV-Kata-Referent) und Thomas Hofmann, 5. Dan (JVP-Kata-Referent).

Was ist Ju-no-kata?

Die Bewegungen der Ju-no-kata (Formen des Nachgebens) sind geschmeidig. Die Ju-no-kata ist eine dynamische und ausdrucksstarke Kata, die Angriffs- und Verteidigungsmethoden beinhaltet. Der Japaner Jigoro Kano (Begründer des Judo) hat diese Kata um 1887 als Gegenpol beziehungsweise als Ausgleich zu den im Judo vorherrschenden Techniken entwickelt. Diese Kata besteht aus drei Gruppen mit jeweils fünf Techniken. Diese Formen können sowohl von Fortgeschrittenen als auch von Anfängern trainiert werden. Theoretisch ist zum Üben dieser Kata weder eine Matte (Tatami) noch ein Judoanzug (Judogi) notwendig.

Text: Manuel Gluske, Foto: Matthias Störzner


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