| Kata-Lehrgang mit Shiro Yamamoto (9. Dan) in Berlin 2013

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Der Judo-Verband Berlin richtete auch in diesem Jahr im Landesleistungszentrum Berlin (Sportforum Hohenschönhausen) einen Kata-Lehrgang mit Shiro Yamamoto (9. Dan Kodokan) aus. Vom SV Motor Babelsberg nahmen René Ressler (Nage-no-kata), Katja Haike (Ju-no-kata) und Manuel Gluske (Nage- und Ju-no-kata) an dieser Veranstaltung teil.

Shiro Yamamoto ist ehemaliger Judo-Trainer der Tokyoter Polizei und langjähriger Kata-Lehrer des Kodokan in Tokyo. Er gab den Lehrgangsteilnehmern viele nützliche Hinweise zur Ausführung der Judo-Kata in der Kodokan-Version. Ihm zur Seite stand sein Schüler Satoru Yokoyama (5. Dan). Die Ausführungen und Erläuterungen von Yamamoto-Sensei wurden von Yosuke Kato (2. Dan) übersetzt. Zu Beginn des Lehrgangs fand für Dieter Born, der in diesem Jahr für uns alle überraschend verstorben ist, eine Trauerminute statt. Noch im letzten Jahr hatte der Japanologe, Verleger und Träger des 5. Dan als Übersetzer fungiert.

Die Nage-no-kata (Formen des Werfens) wurden als erste Kata von Jigoro Kano im Kodokan entwickelt. Sie besteht aus fünfzehn repräsentativen Wurftechniken, jeweils drei aus jeder der fünf Wurfgruppen gemäß Kodokan, Te-waza (Handtechniken), Koshi-waza (Hüfttechniken), Ashi-waza (Fuß- und Beintechniken), Ma-sutemi-waza (Gerade Selbstfalltechniken) und Yoko-sutemi-waza (Seitliche Selbstfalltechniken), mit denen die unterschiedlichen Wurfprinzipien veranschaulicht werden. Alle Techniken werden sowohl links als auch rechts ausgeführt. Durch das Üben dieser Kata werden aber auch die grundlegenden Formen des Gehens, der Körperhaltungen (Shisei, Shizentai und Jigotai) und das korrekte Fallen (Ukemi-waza) trainiert.

Die Bewegungen der Ju-no-kata (Formen des Nachgebens) sind geschmeidig. Jigoro Kano hat diese Kata als Gegenpol beziehungsweise als Ausgleich zu den im Judo vorherrschenden Techniken, bei denen oft gezogen wird, entwickelt. Diese Kata, die aus drei Gruppen mit jeweils fünf Techniken besteht, wird auch als Gymnastik-Kata (Taiso-no-kata) bezeichnet. Diese Formen können sowohl von Fortgeschrittenen als auch von Anfängern trainiert werden. Theoretisch ist zum Üben dieser Kata weder eine Matte (Tatami) noch ein Judoanzug (Judogi) notwendig.

Yamamoto-Sensei verwies darauf, dass man Judo-Kata immer weiter üben muss, um das Gelernte zu verbessern und zu perfektionieren. Eine Kata nur für eine Dan-Prüfung zu üben, sei nicht ausreichend. Um eine Judo-Kata wirklich zu können, muss man diese sowohl als Uke als auch Tori trainieren. Daraus folgt, dass man eine Kata jahrelang studieren sollte.

Die Judoka des SV Motor Babelsberg nutzten diesen Lehrgang, um sich im Bereich Kata weiterzubilden und streben an, auch im nächsten Jahr an dieser Maßnahme teilzunehmen.

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